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BOJE IT ZEHOE / GELEBTE INKLUSION

Die Textilwerkstatt der Boje

in Itzehoe fertigt alles was

gewünscht wird aus verschie-

densten textilen Materialien.

Handgestrickte Socken, Stoff-

tiere, Mützen, Topflappen,

Kissenhüllen, Taschen und

vieles Mehr. Gerne werden

auch Aufträge für Gewerbebetriebe ausgeführt,

z. B. die Verarbeitung von Folien, Leder oder Planen.

Das Besondere daran ist, dass dieser Werkstattbe-

reich der Boje, die zu den Glückstädter Werkstätten

„Es fühlt sich an wie ein ganz normaler Job“, er-

zählt Axel Skowasch über seine Arbeit in der „Re-

mise“ in der Kirchenstraße 5a, direkt neben dem

Restaurant „himmel und erde“.

Doch auf dem regulären Arbeitsmarkt hätte er wohl

keine Chance. Zu groß sind seine gesundheitlichen

Einschränkungen. Doch hier in dem „Treffpunkt

des guten Geschmacks“ mit Spezialitäten von

kleinen Manufakturen gelten andere Spielregeln.

„Die Arbeit im Service und

an der Kasse, der Kontakt zu

den Kunden ist genau mein

Ding“, schwärmt Axel. „Unser

Zwischenziel ist es, unsere

Mitarbeiter zunächst fit für

den zweiten Arbeitsmarkt zu

machen“, erläutern Benita von

Sass-Hasselblatt, Leiterin der Remise und Werner

Ehart, Restaurantleiter vom himmel und erde. Mit-

telfristig soll natürlich möglichst der Sprung in die

reguläre Beschäftigung geschafft werden.

Betrieben werden beide Einrichtungen von den

Glückstädter Werkstätten, die sich hier aktiv mit

den Problemstellungen der Inklusion auseinan-

dersetzten. In einem Projekt, in dem Menschen mit

Behinderungen ein ganz normales Alltags- und Ar-

beitsleben verfolgen können.

Handarbeiten auf Bestellung in der Boje Itzehoe

Gelebte Inklusion im Restaurant „himmel und erde”

und in der „Remise”

gehört, Menschen mit psy-

chischen Erkrankungen einen

geeigneten und passenden

Arbeitsplatz mit fachkundiger

Unterstützung durch geschulte

Mitarbeiter bieten. So können

Beschäftigte ihr Hobby mit der

Tätigkeit am Arbeitsplatz ver-

binden und sind mit Kreativität und Freude dabei.

Haben wir Ihr Interesse geweckt? Dann wenden Sie

sich bitte an Frau Birgit Gerdau bei der Boje Itzehoe

in der Schumacherallee 8. Telefon 95748-15.

Menschen mit Unterstützungsbedarf suchen wie

jeder andere einen geeigneten Arbeitsplatz, wollen

sich wie jeder andere Mensch auch bei Freizeitak-

tivitäten entspannen, einfach ein aktiver Teil un-

serer Gesellschaft sein. Menschen zu inkludieren

bedeutet, sie teilhaben zu lassen in jeglichen Le-

bensbereichen. Für viele die hier arbeiten ist das

himmel und erde und auch die Remise nicht nur

Arbeitsplatz, sondern auch ein sozialer Mittelpunkt.

Viele Kollegen/innen wurden

Freunde und auch außerhalb

von Arbeitszeiten und Arbeits-

stress trifft man sich und hat

Freude zusammen. Ist dies

nicht die Lebensform, die wir

alle anstreben, die wir oft als

selbstverständlich ansehen?

Ist es nicht normal anders zu sein?

Das Leben besteht aus Unterschieden und dies zu

vermitteln, ist ein Teil von Inklusion. Inklusion ist

nicht nur ein Gewinn für die Menschen die inklu-

diert werden- nein es ist ein Gewinn für die gesamte

Gesellschaft. Denn jeder Mensch hat etwas in sich,

was er besonders gut kann und wofür es sich lohnt

zu kämpfen. Für ein besseres Leben. Für ein „ganz

normales“ Leben. Das ist dann eine Bereicherung

für uns alle…