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DIE ST. LAURENTII KIRCHE

Die dem heiligen Laurentius geweihte Kirche, die

bis heute unser Stadtbild prägt, wurde zuerst 1196

urkundlich erwähnt.

Die ursprüngliche zweischiffige gotische Hallenkir-

che wurde beim Stadtbrand von 1657 im Dänisch-

Schwedischen Krieg weitgehend vernichtet. 1716

bis 1718 wurde die heutige Kirche als barocker

Backsteinsaalbau mit einem weit gespannten

Holztonnengewölbe erbaut. Der Turm wurde 1894-

1896 auf 79,45

Meter erhöht und

mit einer baro-

cken

Zwiebel-

haube, vier Spitz-

türmchen an den

Ecken und einer

Aus sichtsplatt-

form

versehen.

Die

Baustufen

sind leicht durch

die Ziegelfarben

zu unterscheiden.

Aus der Zeit zwi-

schen dem Brand

und dem Neubau

stammt der Groß-

teil des Inventars.

Der große Altar

aus der Werkstatt

des

Hamburger

Ho l z s c hn i t z e r s

Hein

Baxmann,

der vierundzwanzig Szenen aus der Heilsgeschichte

zeigt, sowie die Kanzel.

Der Bau der Kirchenorgel wurde 1715-1719 von Arp

Schnitger begonnen, 1905 durch einen Neubau

von Wilhelm Sauer ersetzt. Das große Triumphkreuz

stammt vermutlich aus dem frühen 17. Jahrhundert.

Aus derselben Zeit stammt die hölzerne Taufe. Die

Grabgewölbe dienten den Schauenburger Grafen

bis ins 15. Jahrhundert als letzte Ruhestätte. Erst

Ein Kunstwerk des Barock –

die St. Laurentii Kirche Itzehoe

bei Renovierungsarbeiten Anfang der 1960er Jahre

wurden sie wiederentdeckt und zum Teil wieder her-

gestellt. Bis heute befinden sich prachtvolle Särge

in der Gruft, darunter der Silbersarg des Reichs-

grafen Christian zu Rantzau. Die letzteren größeren

Arbeiten an der Kirche wurden

1980 im Rahmen einer Innen-

und Turmhelmrenovierung und

einer

Außeninstandsetzung

durchgeführt. In den Sommer-

monaten bietet die Kirche an

jedem Donnerstag ab 11 Uhr

„20 Minuten Atempause für die

Seele“. „Musik zur Marktzeit“.

Auch ein Grund, unserer „Haus-

kirche“ mal wieder einen Besuch

abzustatten. Oder vielleicht auch beim Konzert zum

Ewigkeitssonntag am 26. November

ab 18 Uhr.